Alternative Musik

Alternative Musik - Eine Bezeichnung die wohl jeder schonmal gehört hat, aber was soll das eigentlich bedeuten?

Eine allgemeine Formel um alternative Musik von herkömmlicher Musik zu unterscheiden ist zunächst einmal die Feststellung, dass es sich um eine Sammelbezeichnung für die Musikstile handelt, die jenseits vom Mainstream agieren. Also jenseits von Radiopop und Chartshows. Das es eine Musikszene ist, die sich vom herkömmlichen abgrenzen will. Eine Musikszene die nicht unbedingt andere Botschaften in ihren Texten vermittelt als herkömmliche Popbands es täten, aber eine Szene die ein gemeinsames Anliegen hat. Nämlich das, Musik zu leben, zu lieben und vorallem aber sie selbst zu machen. Selbst zur Gitarre zu greifen, selbst am Piano zu sitzen und selbst bestimmen, was gesungen wird. Und eine Szene, die äußerst vielfältig ist. In ihr beheimatet sind unter Anderem Hardcore, Grunge, Postrock, Screamo, Singer Songwirter Music und Folk.

Einer der bedeutendsten Unterschiede zwischen alternativer Musik und dem Mainstream liegt wohl darin, was hinter den Kulissen passiert, nach welchen Strukturen hinter der Bühne gearbeitet wird. Sicher ist Ihnen auch schon aufgefallen, dass hinter vielen Musikern die im Mainstreambereich arbeiten ein Pate beziehungsweise eine Plattenfirma steht, die ihrem Schützling unter die Arme greift, Arangements trifft, Terminkalender koordiniert und auch sonst die musikalischen Projekte weitestgehend mit leitet. Sei es, was die Wahl der Songschreiber betrifft, die Locations, in denen gespielt wird oder auch die Musiker mit denen zusammengearbeitet wird. Zudem haben die Plattenfirmen ein großes Mitspracherecht was das Layout der CD`s angeht, den allgemeinen Stil der Musik und teilweise auch dem persönlichen, optischen Stil des Künstlers. Das Verhältnis zwischen herkömmlichen Künstlern die im Popbereich beheimatet sind und deren Plattenfirmen ist somit recht ausgewogen, jedoch ist es auch ein Abhängigkeitsverhältnis, bei dem beide Seiten aufeinander angewiesen sind.

Ähnlich, aber dennoch anders ist es bei den Bands im Bereich der alternativen Musik. Ihnen schreibt niemand vor, was sie anziehen sollen oder mit welchen Musikern sie als nächstes zusammen arbeiten. Natürlich gibt auch hier die Plattenfirma Vorschläge, aber der grobe Unterschied ist, dass die Musiker im alternativen Bereich eigenständiger sind. Sie schreiben ihre Songs weitestgehend selbst, komponieren, spielen Instrumente und halten das Vorankommen selber im Gang. Hier agiert die Plattenfirma fast ausschließlich hinter den Kulissen. Organisiert den Terminkalender für Konzerte und gegebenenfalls Videodrehs und kümmert sich um den finanziellen Bereich. Hier ist das Arbeitsverhältnis einfach anders aufgebaut und diese Strukturen können bewirken, dass alternative Musiker manchmal einfach etwas authentischer wirken. Jedoch kann der Schein auch trügen und echtes Können und Liebe zur Musik gibt es in jedem musikalischem Genre.

Und das ist es ja worum es eigentlich geht, die Musik selbst. Was macht denn jetzt alternative Musik aus?

Gibt es da klare Linien oder sind die Grenzen ein fließender Übergang?

Wie alles im Leben ist wohl auch das Ansichtssache. Fakt ist jedoch, dass alternative Musik zumeist handgemacht und handgespielt ist, meist abseits der großen Radiostationen und Fernsehsender. Und dennoch nicht unbekannt, schließlich gibt es auch große Festivals auf denen ausschließlich alternative Musiker spielen. Was alternative Musik ausmacht, ist in jedem Fall der Fokus auf Songs und Texte und nicht um das Drumherum
im Showgeschäft.